Der
Gedanke, wieder eine Kerbegesellschaft zu gründen,
spukte in Auringen seit vielen Jahren herum. Anlass für
uns, endlich etwas zu tun, war der Bunte Abend der Auringer Kerb
2001. Während der Begrüßungsrede wurden die anwesenden
Kerbegesellschaften der Nachbarorte begrüßt, und es
wurde zugleich mit Bedauern festgestellt, das Auringen keine
Kerbegesellschaft hat. Die Auringer Jugend wurde aufgefordert
sich an den anderen KGs ein Beispiel zu nehmen. Dieser Aufforderung
sind wir gefolgt und ein halbes Dutzend junge Leute trafen sich
im Herbst um über eine Gründung zu beraten. Für
uns war der Ansporn besonders groß, als wir hörten,
dass die Kerb zu dem 750 Jahr-Jubiläum vielleicht die Letzte
sein sollte. Eine Kerbegesellschaft zum Jubiläumsjahr wäre
schon etwas Besonderes. Außerdem durfte die Auringer Kerb
nicht einfach sterben und vielleicht könnte eine Kerbegesellschaft
dies verhindern. Am 19. März 2002 hat die Gruppe, die mittlerweile
auf 35 aktive und 7 Fördermitglieder angewachsen ist, sich
offiziell gegründet. Unseren ersten Auftritt hatten wir
am 11. April 2002 auf dem Ostermarkt, bei dem wir den Verkauf
der Souvenirartikel für das 750 Jahr-Jubiläum übernommen
haben und Spenden für unseren Verein sammelten. Die durchweg
positive Resonanz bestärkte uns, die Auringer Bevölkerung
und Vereine stehen hinter dieser neu gegründeten Kerbegesellschaft.
Am 22. April 2002 verabschiedeten wir unsere Satzung, was dem
Wiesbadener Kurier sogar eine halbe Seite in der Tagespresse
wert war. Das Gründungsfest am 18. August 2002 war unser
erstes eigenes Fest, bei dem wir nachträglich unsere Gründung
mit den Auringern und den Kerbegesellschaften der Umgebung feierten.
Mit Äppler und Bier saßen wir bei Bratwürsten
zusammen. Sogar Petrus gefiel es so gut, dass er den ganzen Tag
die Sonne scheinen ließ.
Zwei Wochen später war es dann soweit: Der Höhepunkt
des Jahres, unsere Kerb vom 06. September bis 09. September 2002.
Am Kerbefreitag fand wie gewohnt der Bunte Abend statt, an dem
unser Kerbevadder Marcel seine Begrüßungsrede hielt.
Auch die Kerbegesellschaft hat sich am Programm beteiligt, mit
Sketchen, die zwischen den verschiedenen Programmpunkten gebracht
wurden. Am Samstagabend begannen wir dann unsere Straußwirtschaftsrallye,
das heißt, wir besuchten jeden Auringer Verein, der mit
einer Straußwirtschaft vertreten war, um Ihnen den Kerbeschrei
zu präsentieren. Der Sonntag brachte uns dann mit dem historischen
Festzug den Kerbehöhepunkt. Der in dieser Form einmalige
Festzug, der 69 Zugnummern umfasste, und dessen Zugverlauf bisher
einmalig war, begann um 14 Uhr. Thema des Festzuges war die wechselvolle
Geschichte Auringens, von der ersten Nennung über den Dreiherrenstein,
unserem Ortsdiener, der ersten Eisenbahn und der evangelischen
Kirche bis zur Modernen, wo neben der Auringer Jugend mit Ihrem
Grafitti-Wagen natürlich auch die Kerb präsentiert
wurde, durch die Kerbemutter, die seit eh und je vom Geselligkeitsverein
(GVA) gestellt wird und in unsere Obhut gegeben wurde, dem Kerbehammel,
und uns Kerbeburschen und Kerbemädscher. Montags ließen
wir beim Frühschoppen die Kerb ausklingen. Einige Tage später
wurde dann traditionell die Kerbemutter zusammen mit dem GVA
verbrannt. Nachdem die umliegenden Kerben, auf denen wir natürlich
auch Präsents zeigten, vorbei waren, konnten wir auf eine
sehr erfolgreiche Saison zurückblicken in der wir sogar
Preise erhalten haben. Bei der JIA Familienrallye mit Fragen
und Aufgaben rund um Auringen konnten wir den sechsten Platz
belegen und beim Ortsvereinsschießen konnten wir unseren
ersten Pokal mit nach Hause nehmen. Von unseren drei Gruppen,
die teilgenommen hatten, hat eine den dritten Platz belegen können.
Auch 2003 war ein sehr erfolgreiches Jahr, wir begannen mit einer
kleinen Disco, am 28. März, im Clubraum. Sie lies zwar von
den Besucherzahlen ein wenig zu wünschen übrig, aber
von der Stimmung her war sie kaum zu Toppen. Das Sommernachtsfest
am 12. Juli 2003 mit Mitternachtsrallye für die angemeldeten
Vereine Außer- und Innerorts brachte nicht nur die erhofften
Besucherzahlen und die dazugehörige Stimmung, sondern war
so erfolgreich das wir dieses Fest in Zukunft jährlich veranstalten.
In der Zeit vom 12. September bis 15. September 2003 war es dann
wieder soweit, wir hatten Kerb. Dieses Jahr gab es einige Erneuerungen,
wir wurden vom Ortsvereinsring (OVR) als Organisatoren stärker
mit eingebunden. Das Programm des Freitagabends lag komplett
in unserer Hand. Wir machten ein in mancher Augen fast riskantes
Experiment. Nach dem Programm des Bunten Abends gab es statt
traditioneller Band-Musik eine Disco, die trotzdem die Älteren
nicht abschreckte und sie noch verweilen lies. Auch eine Straußwirtschaft
konnten wir anbieten, wofür wir uns, an dieser Stelle, bei
allen die uns dabei unterstützten, bedanken wollen. Der
Festzug am Sonntag war natürlich kleiner als der des Vorjahres,
aber trotzdem sehenswert. Montags gab es selbstverständlich
wieder den Frühschoppen beim GVA. An dieser Kerb war zu
erkennen, dass es mit der Auringer Kerb noch lange nicht vorbei
ist und sie auch in Zukunft weiter bestehen wird. Der gesamte
Ort zeigte wie sehr er an seiner Kerb hängt.
Wie waren diese zwei Jahre zu Toppen? Gute Frage, wir hatten
ja noch das Jahr 2004 um diese Frage zu lösen und das taten
wir mit Erfolg. Wir veranstalteten am 17. Januar 2004 eine Vereinsinterne
Feier, als Dankeschön für die Mitglieder die in den
letzten zwei Jahren diesen Verein aufgebaut und im einen Namen
gegeben haben. Dann machten wir erneut den Versuch eine Disco
zu veranstalten und riefen im März unsere After Faschings
Party mit erfolg ins Leben. Diesmal hatten wir mit rund 160 Gästen
unsere Hoffnungen erfüllt und die Halle tatsächlich
gefüllt. Jetzt kommen wir mal zu unserer Kerb 2004. Auch
in diesem Jahr lag das Programm für den Kerbefreitag in
unserer Hand und wie die Anwesenden sehen konnten mit viel Erfolg
und Überraschungen. In diesem Jahr spielten wieder die 5
Auringer Buben, es tanzte unsere Jazztanzgruppe und wir heizten
den Zuschauern mit unserer Playbackshow ein. Um Mitternacht dann
kam endlich die lang ersehnte Überraschung, unsere Mitternachts-Stripshow.
Samstags und Sonntags konnten die Großen sowie die Kleinen
Ihren Hunger und Durst an den Straußwirtschaften löschen
und auch wir löschten unseren Durst bei unserer abendlichen
Straußwirtschaftsrallye. Wer es Sonntags morgens erst geschafft
hatte ins Bett zu kommen und sich auf seinen Schlaf gefreut hatte,
den mussten wir leider enttäuschen. Denn pünktlich
am Sonntagmorgen um 6 Uhr begannen wir mit unserem traditionellen
Weckruf. |